Alle Menschen erlangen eine positive innere Reifung und Wachstum, wenn sie die verschiedensten Herausforderungen des Lebens gut durchlaufen können. Manchmal kommt es aber im Leben zu besonderen Krisen und Problemlagen, die ohne eine professionelle Begleitung nicht gemeistert werden können. Für Kinder und Jugendliche können Beziehungsabbrüche oder -veränderungen, Verlusterfahrungen, die Geburt eines Geschwisterkindes, hohe Leistungsanforderungen und/oder eigener Leistungsdruck besonders herausfordernd sein. Ungünstige Faktoren wie (emotionaler) Stress, Zeitdruck, unausgewogene Ernährung, mangelnde Bewegung oder fehlende gemeinsame Familienrituale und -zeiten, können die Gefühle der Überforderung verstärken. Hier stehe ich mit einer tiefenpsychologisch sowie psychoanalytisch fundierten Psychotherapie für Kinder und Jugendliche bis zum 21.Lebensjahr  unterstützend zur Seite.

Auf der Basis einer vertrauensvollen und achtsamen Beziehung sollen unbewusste Konflikte und verborgene Gefühle einen Raum bekommen, in dem sie an die Oberfläche gelangen dürfen. Dadurch eröffnen sich neue Erkenntnisse und ein Verständnis für die jeweilige Symptomatik und ihren möglichen Ursprung. Ein besseres Verständnis der Symptomatik und/ oder aktuellen Krise, sowie eine neue Haltung des Mitgefühls der eigenen Geschichte gegenüber, hilft dabei diese achtsam zu überwinden.

 

Sigmund Freud beschrieb diesen Weg auf diese Weise:

"Zuerst kommt die Erkenntnis, dann das Durcharbeiten..."

 

Der Weg zum besseren Verständnis des Ursprungs der eigenen tief verborgenen Konflikte, Ängste, Wut und Zweifel, erfolgt bei Jugendlichen insbesondere über das therapeutische Gespräch, bei Kindern über das Spiel und kreative Ausdrucksmöglichkeiten. Die Psychotherapie soll dabei helfen, das eigene Erleben und Verhalten zu verstehen, um es hierdurch hilfreicher zu gestalten und den Alltag wieder zu meistern.

 

Begleitend sind je nach Bedarf und Alter des Kindes Elterngespräche von großer Bedeutung für den Heilungsprozess. Die Hintergründe der psychischen Erkrankung des Kindes können besser verstanden werden und ein hilfreicher Umgang damit kann erfolgen. Je jünger die Kinder sind, desto bedeutsamer wird eine Bereitschaft der Eltern sich auf Veränderungen im Zusammenleben und mögliche schmerzliche Themen in Bezug auf (eigene) Beziehungserfahrungen einzulassen. Oftmals kann eine eigene Psychotherapie hier hilfreich sein, insbesondere um mögliche ungünstige Beziehungserfahrungen und -interaktionen, die bereits über mehrere Generationen bestehen können zu bearbeiten. 

Voraussetzung für den Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung ist die Bereitschaft der Kinder, Jugendlichen und Eltern sich auf einen Veränderungsprozess einzulassen. Basis hierfür ist die vertrauensvolle Beziehung zwischen Kind/Jugendlichen und Therapeut. Ohne den Mut und die Bereitschaft sich zu öffnen und Schmerzliches anzuschauen, kann keine Veränderung und damit Heilung erfolgen.

Ich vergleiche diesen Prozess mit einer Heldenreise wie in den Märchen. Es müssen tiefe Schluchten und unbekanntes Terrain mutig durchschritten werden, um am Ende an das Ziel zu gelangen. Ich sehe mich als  Begleiterin und Unterstützerin auf dieser Heldenreise

 

Eine psychotherapeutische Behandlung ist insbesondere hilfreich, wenn folgende psychische Krisen auftreten:

  • Depressionen (Traurigkeit, Interesselosigkeit, Rückzug, Schlafstörungen, Suizidalität)
  • Angststörungen, Panikattacken, Soziale Ängste
  • Essstörungen
  • Zwänge (quälende wiederkehrende Gedanken und/oder Handlungen)
  • Anpassungsstörungen (nach Trennung, Verlust und schwerwiegenden Ereignissen)
  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
  • Psychosomatische Beschwerden wie z.B. Kopf- oder Bauchschmerzen
  • Traumatisierung (Albträume, Flashbacks, Unruhe, Ängste)
  • Störungen des Sozialverhaltens

Das Wichtigste ist jedoch, den jeweiligen Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte im Fokus zu haben und zu versuchen zu verstehen. 

 

Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie drückte es auf diese Weise aus:

 

„...mit den Augen eines anderen zu sehen, mit den Ohren eines anderen zu hören und mit dem Herzen eines anderen zu fühlen.“

 

Nähere Informationen zu einer Psychotherapie finden Sie in der Informationsbroschüre der Bundespsychotherapeutenkammer: 

"Wege in die Psychotherapie"